Für alle diejenigen, die sich für die Ausbreitung von positiver Energie interessieren, kommt hier ein schönes Video!

Viel Spaß…

100/0 Principle | 100/0 Principle.

Willkommen in Indien!

1. Juli 2010

Ohne Worte sind die Bastian Pastewka Folgen 1-6 auf Youtube. Da ich ungern die Videos hochladen möchte, bitte ich die Leser in You tube: Bastian Pastewka Indien einzugeben und sich dort die 6 fantastischen Dokumentationsfolgen anzusehen. Es lohnt sich!!!

Anschauen auf eigene Gefahr. Bei durch Lachen verursachten Bauschschmerzen wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an mich!

Viel Spaß!

P.S.: Folge 1 beinhaltet ein etwas längeres Intro, danach gehts los!

Geburtstagswünsche 2010

12. Juni 2010

Ich möchte Sie nach Indien in den Bundesstaat Karnataka mitnehmen. Wir treffen in der Hauptstadt Bangalore ein junges Mädchen namens Priya. Unsere Hauptfigur stammt aus einer modernen indischen Familie, der es finanziell sehr gut geht und die nicht jede Rupie umdrehen muss.

Priyas einundzwanzigster Geburtstag rückte heran. Die Familie entschied sich, gemeinsam nach Dubai zu reisen und den Geburtstag dann dort zu feiern. Das Mädchen freute sich auf den Tag und vor allem auf den herzförmigen Geburtstagskuchen, den sie sich sehnlichst gewünscht hatte. Sie hatte diesen Kuchen auf Geburtstagsfeiern anderer Menschen gesehen und die Idee, selbst auch mal so einen zauberhaften Augenschmaus an ihrem eigenen Geburtstag zu erhalten, gefiel ihr sehr. Priya konnte es kaum erwarten.

Als nun der große Tag gekommen war, stellt sie enttäuscht fest, dass kein herzförmiger Geburtstagskuchen auf sie wartete. Verletzt und karg an Worten versuchte das Mädchen den Schmerz in ihrem Herz zu verbergen. Seit dem ersten Lebensjahr hatte man ihr eine rechtmäßige Geburtstagsfeier verwehrt, wohingegen die Geburtstage ihrer Schwester regelmäßig gefeiert wurden. Der Tropfen auf dem heißen Stein war die Nichterfüllung ihres 21sten Geburtstagswunsches. Die Schwester argumentierte, dass Sie den herzförmigen Kuchen nicht besorgt habe, weil zu viel davon als Rest übrig geblieben wäre.

So kehrte Priya wieder mit ihrer Familie nach Bangalore zurück. Nachdem man der Schwester auf außerfamiliären Wegen ins Gewissen geredet hatte, entschloss sich diese, eine Überraschungsparty für Priya zu organisieren. Das war wirklich eine tolle Überraschung für das Mädchen. Sie freute sich sehr, als sie realisierte, dass die Gäste ihretwegen gekommen waren. Die Terrasse war bunt geschmückt und Ballons schwebten durch die Luft. In der Mitte thronte ein herzförmiger Schokoladenkuchen mit Erdbeeren darauf. Das Geburtstagskind fühlte ihr Traum war wahr geworden.

Priya freut sich auf viele derartige Feste und Überraschungen, denn sie mag es sehr, wenn Menschen zusammen kommen, um miteinander zu feiern. Außerdem möchte sie sich bei ihrer Schwester bedanken, die diese Überraschungsparty organisiert, ihr damit viel Freude bereitet und den Tag zu einem unvergesslichen Ereignis gemacht hat.

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Celi zählte die Tage bis zu dem besonderen Ereignis. In fünf Tagen war es endlich soweit. Die Nachricht, dass ein Priester an ihrem Geburtstag zu Gast im Hause sein werde, stimmte sie verdrießlich. Sie hatte sich doch einen ruhigen Geburtstag gewünscht.

Wie immer wollte die Familie zu dieser Gelegenheit gemeinsam in ein Restaurant gehen. Celi hatte bereits geäußert, dass sie zum Chinesen gehen wollte. Nichtsdestotrotz schlugen die Eltern andere Essensmöglichkeiten vor. „Wir könnten doch zum Italiener, der …. ist gehen.“ „Oder zum Griechen am …. Ich habe gehört, da ist es besonders gut.“ Verdutzt, als ob man ihre Aussage nicht gehört hätte, wunderte sich das Mädchen über die Vorschläge der Eltern. Sie erinnerte sich an den unerwünschten Gast und antwortete: „Wir müssen eigentlich nicht ausgehen. Wir haben doch sowieso kein Geld.“ „Nein, nein, nein“, widersprach der Vater „Sollen wir vielleicht zu dem deutschen Restaurant in … gehen?“. Celi verließ die Küche sprachlos.

Einen Tag vor der Ankunft des Bruders aus Hamburg und sechs Tagen vor Celis besonderem Tag, entschied sich die Mutter zum Backen eines Kuchens. Celi freute sich darauf, ihn zu verspeisen. Sie traute sich aber nicht, die Leckerei ohne die Erlaubnis der Mutter zu probieren. Später erfuhr das Mädchen von der Mutter, dass diese den Kuchen jetzt zum ersten Mal gemacht habe, um ihn auszutesten und um ihn dann für den Geburtstag zu machen.

Mutter: „Soll ich einen Erdbeerkuchen für dich machen?“

Celi: „Nein, danke.“

Mutter: „Welchen Kuchen soll ich dann machen?“

Celi: „Ich lasse es dich wissen, sobald ich mir Gedanken gemacht habe.“

Ein wenig später begleitete Celi ihrer Mutter beim Lebensmitteleinkauf. Auf der Fahrt fragte sie erwartungsvoll ihre Mutter: „Können wir die Schokoladentorte kaufen?“

Mutter: „Hähhh??? Welchen Kuchen?“

Celi: “Den Kuchen, den Jonas auch bei seinem Geburtstag hatte?“

Mutter: „Oh, ich dachte, ich könnte den Erdbeerkuchen mit dem Mandelboden machen?“

Celi versuchte ihr Verzweiflung runter zu schlucken und antwortete in einem langsamen und hoffentlich nicht zu ärgerlich klingenden Ton: „Ich möch-te kei-nen Erd-beer-kuch-en.“

Mutter: „Welchen Kuchen möchtest du dann?“

Celi: „Ich wollte die Schokoladentorte.“

Mutter: „Okay, dann kaufen wir die Schokoladentorte. Jonas wird bestimmt enttäuscht sein, dass er an dem Tag nicht da sein und den Kuchen mitessen kann.“

Erleichtert und ermüdet schickte Celi ein Dankgebet an den lieben Gott.

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Nicht jedem ergeht es so wie Priya und Celi. Viele erleben im Kreise ihrer Liebsten einen Traum von einem Geburtstagsfest. Das Haus wird geschmückt, Freunde werden eingeladen. Mit positivem Energieaustausch und freudestrahlendem Lachen schafft man eine Atmosphäre, die durch das Geben bedingt ist. Man schenkt einander Aufmerksamkeit, nur um des Gebenswillen, nur um dem anderen eine Freude zu bereiten. Das egozentrische Denken, das den Preis des besorgten Geburtstagsgeschenkes in Anwesenheit der Gäste verkündet und sich selbst in dem Mittelpunkt des Geschehens rücken möchte, findet hier keinen Platz.

Am zweiten Beispiel können wir erkennen, dass die vom Sender ausgesprochene Nachricht zunächst beim Empfänger kein Gehör findet. Auch Priyas Wunsch wird zuerst nicht erfüllt. Welche Gründe stehen dahinter? Ob die Empfänger vielleicht unter einer Beeinträchtigung ihres Hörorgans leiden? Welche anderen Gründe erläutern das resistente Verhalten?

So wie Menschen vom Geben motiviert sind, genauso gibt es auch diejenige, die handeln um des Nehmenswillen. Primär geht es dabei darum, dem Gegenüber die Energie zu entziehen. Man versucht dem Mitmenschen Kraft und Elan zu nehmen und das Teufelchen im Kopf herbei zu rufen, so dass die Enttäuschung hörbar werden kann. So gewinnt der „Nehmer“ wieder die Dominanz und schafft es, sich ins Zentrum des Lichts zu stellen. Geburtstagswünsche bleiben unerfüllt. Stattdessen berichtet man von Hindernissen und Erschwernisse bei der Besorgung dieser „ach so schwer zu erfüllenden“ Wünsche.

Ist es sinnvoller, Wünsche nicht mehr zu artikulieren, wenn der Energieentzug bereits zu einem Lebensbegleiter geworden ist? Eine vorbeugende Maßnahme gegen die Enttäuschung?

Priyas Geschichte zeigt, dass ihre anfängliche Enttäuschung eine wundersame Entwicklung genommen hat. Am Ende wurde sie von einer Überraschungsparty überrascht und freute sich sehr, über dieses Fest und den wunderschönen Geburtstagskuchen, den sie sich so sehnlichst gewünscht hatte.

Vielleicht variieren auch einfach die Vorstellungen von Liebe. Für den einen ist es ein Liebesbeweis, die Schwierigkeiten bei den Besorgungen für die Feierlichkeit aufzuzählen und den Preis des Geschenkes gegenüber dem Geburtstagskind zu verkünden. Dem anderen ist dieses Verhalten fremd. Er wartet weiter voller Hoffnung auf den Austausch von positiver Energie.

Wundersame Reise

26. Mai 2010

So wie die Morgensonne sich am Abend zur Ruhe legt, so wird auch jedes Leid und jede Freude vorübergehen. Die Krokodilstränen des im Schmerz Verhafteten finden Trost, nachdem sie sich selbst im Spiegel wieder wahrnehmen lernen. So weiß es das Gesetz der Zeit. Und auch der im Lachen Beflügelte findet wieder zurück aus dem Land der Schwerelosigkeit.

Auf dieser Berg- und Talfahrt begegnen einem Menschen, die eine Spur von zauberhafter Wärme hinterlassen. Längst vergessen bringen diese Menschen die Gabe des Heilens mit sich. Mit einer Liebe, die nur vom Geben und ohne jeden Fortpflanzungshintergedanken motiviert ist, schenken sie dir Hoffnung und Kraft. Der Schmerz ist nicht vergessen, doch die Zuneigung und der Glaube an dich ermutigen. Erneut ist man bereit, das Leid anzusehen, zu akzeptieren und sich emotional abzusondern. Die Begegnung mit engelsgleichen Pfeilern kennt keine richtungsweisenden Türen. Vielmehr ist sie der Beistand, der mit dir in den Startlöchern an der Kreuzung steht.

Wer möchte heute noch den Schmerz deines Leidens hören? Wäre es nicht lustiger und einfacher der Unterhaltung lachender Menschen beizuwohnen? Neben der Gabe des Heilens verfügen Zauberwesen, über die Fähigkeit des Zuhörens. So streichen sie Balsam auf unsere verkrusteten Wunden.

Viele freundliche Weggefährten habe ich schon auf meiner Reise kennen gelernt. Einige Seelenverwandte reichen mir immer noch ihre heilende Hand. So kam ich vergangenes Wochenende in den Genuss, in einer Wohnung zu hausen, obgleich die Bewohnerin selbst zu der Zeit nicht da war. Kurz die Hand eines Mitmenschen zu halten, eine herzliche Umarmung oder ein freundliches Wort….welch großer Liebesbeweis?! Im Tränenmeer sind Menschen im Gleichschritt mitgelaufen, ohne zu belächeln, nur um da zu sein, nur um des Gebens Willen. Trotz zahlreicher Kilometer Entfernung scheuen sie weder Kosten noch Mühe, mich aufzupäppeln, mir Licht zu zeigen und mich mit Aufrichtigkeit zu bereichern. Als ich den Adoptionsgedanken erwähnte, folgte eine Predigt, die dazu diente, mich zu begradigen, so dass das Spiegelbild wieder erkenntlich war. Weit entfernt wohnt eine Blume, die mit dem magischen Spruch am Ende des Gesprächs „I love you.“ jede Wunder zu verschließen vermag, denn sie weiß, dies ist nicht Bestandteil meines bisherigen Weges und gerade deswegen, wird sie der abermaligen Wiederholung nicht müde.

In Liebe für A, B, Chr, Chi und M.

Die vernachlässigte, ältere Frau ist auf der permanenten Jagd nach Aufmerksamkeit. Ihr primäres Ziel besteht darin, sich im Kreise der Familie oder unter Freunden in den Mittelpunkt des Gespräches zu drängen. Meist gelingt ihr dies durch dominante Gesprächsleitung. Die vernachlässigte Frau fordert die verbale Bestätigung in Kleidungsfragen, Lobaussagen über „vorbildhafte“ Christen und geschmacklichen Essensfragen. Der Gesprächspartner hat die Qual der Wahl, die Bestätigung in höflichem, immer der Aussagenden Recht gebenden Ton, hörbar zu artikulieren. Beim unter Frauen üblichen Übertrumpfungswettkampf ist das jugendliche Makel der Tochter, ihr gegensätzliches Verhalten, ihre Gesprächszurückhaltung, ihr Desinteresse an dem „richtigen“ christlichen RitualWAHNsinn ein besonderer Dorn im Auge. Das Streben, die Jüngere als minderwertig, schlecht und wertlos zu präsentieren, wird im Familien- und Freundeskreis mit Aufmerksamkeit erfolgreich belohnt. So schafft sie es, sich aus der selbst gezüchteten Misere nach vielen Ehejahren zu befreien und im Licht aufrecht zu stehen.

Quelle der Misere ist die nicht vorhandene Zuneigung des Mannes. Weswegen die Zuneigung des Mannes verwehrt ist, kann der Außenstehende allerdings nicht beurteilen. Fakt ist aber, dass sie spürbar weiterhin nicht existiert.

Umso dankbarer ist man über zweierlei Dinge. Zum einen ist dies die religiöse Ritualbefolgung. Nachdem dem Mann die Anerkennung der Frau, nur über die Religion zugänglich ist, folgt er den Spuren dieser Pfade. Man sammelt gemeinsames Gesprächsmaterial, fällt einstimmig wertende Urteile und genießt zusammen die neue Freizeitbeschäftigung. Zum anderen geht daraus noch eine weitere Gemeinsamkeit hervor. Dankbar erkennt man den Dorn im Auge, das Hindernis allen Übels und ernennt dieses Familienmitglied zum widerwärtigen Parasit.

Nachdem ich gestern schon überlegt habe, welchen Beitrag ich meinen Lesern dieses Wochenende zukommen lassen werde, ergab sich heute spontan ein neuer Anlass.

Wieder einmal bin ich gezwungen die heiligen Schwestern in der Umgebung zu besuchen. Zwar hatte man mir Monate vorher versprochen, ich müsste nicht mehr gegen meinen Willen dort hin gehen, aber natürlich war dies (wie vieles andere auch) eine Lüge.

Nachdem vor Monaten stattfindenden Streitgespräch mit meinem Vater, bei dem ich als Quelle des nächsten Herzinfarktes bezeichnet, als schlechte Religionslehrerin verurteilt und mein Benehmen als beschämend angeschrieen wurde, hatte ich mir bereits vorgenommen beim nächsten Mal gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Nicht jedoch ohne diese für mich Augen öffnende Situation mit ein paar Integrationsfragen an die Leser zu richten. Erwähnt werden muss, dass ich im Anschluss an dieses Streitgespräch von meinem drei Jahre jüngeren Bruder verbal rausgeschmissen wurde. Vorausgegangen war diesem Gespräch ein Telefonat mit meinem Vater, bei dem ich eingewilligt hatte, mit zu den Schwestern zu kommen. Allerdings hatte ich mir die Frechheit herausgenommen, nicht an der Messe teilnehmen zu wollen. Es ging also inhaltlich nicht darum, die Schwestern zu treffen, sondern primär darum, die Tochter als rechtmäßige gläubige Katholikin neben dem bereits gelungenen Sohnemann zu präsentieren.

Natürlich fehlt bis dato jegliche Entschuldigung für all diese Worte, die gegen mich gerichtet wurden. Sie ist ja auch unnötig, denn ich bin in der Reihenfolge der indischen Rangordnung nur das letzte Glied. Ehrlich gesagt ist die Reaktion meines Bruders in keiner Weise ungewöhnlich für ein männliches, indisches Familienmitglied. Der indische Mann hat die indische Frau gefügig zu machen, zu dominieren und seine Eltern als Gott ebenwürdig vor allem Übel zu beschützen. Im Zweifelsfall gilt es, sie auch vor nicht parierenden Familienmitgliedern zu bewahren.

Ungewöhnlich ist allerdings, dass es sich bei dem Bruder um jemanden handelt, der Zeit seines Lebens in Deutschland aufgewachsen ist. Er ist hier zu Schule gegangen und hier studiert er. Wie passiert es, dass jemand nur scheinbar in die nationale Gesellschaft integriert ist, aber sich für eine Lebensführung fernab von der Umgebung, in der er lebt, entscheidet? Leben wir aneinander vorbei? Kommunizieren wir zu wenig miteinander? Fangen wir unsere Mitmenschen in ihrer Einsamkeit zu wenig auf? Wie kann man Rückhalt geben und Integration verbessern?

Ein weiterer mich beschäftigender Gedanke ist, wie kann man dem heranwachsenden Mann die Verlockung nach Dominanz über die Frau, allgegenwärtiger Richtigkeit und Aufmerksamkeit madig machen? Denn die Verlockung des Patriarchats ist nicht nur für den indischen Heranwachsenden präsent, sondern auch so mancher Europäer fühlt sich diesem kulturellen „Vorteil“ nicht abgeneigt.